DCM

DCM steht für “dilatative Cardio-Myopathie”und beschreibt keine Krankheit an sich, sondern die späte Form einiger Herzerkrankungen. Ursachen für die DCM gibt es viele, man unterscheidet direkte und indirekte Ursachen, bekannte und unbekannte. Oft ist jedoch eine bestimmte Ursache charakteristisch für eine bestimmte Rasse, und so wird namentlich auch z.B. die “Boxer-DCM” von der “Doberman-DCM” unterschieden.


Der Irische Wolfshund ist eine Rasse mit großen Problemen im Bereich des Herzens, die sich sehr häufig in einer DCM äußern. In der Tiermedizin wird schon lange ein genetischer Herzdefekt als Ursache für den ungewöhnlich hohen Anteil an herzkranken Hunden angenommen. Neueste Forschungsergebnisse geben dieser Annahme recht. Leider konnte man bis jetzt keinen Weg genau nachvollziehen, auf dem die Krankheit weitergegeben wird; das hat mehrere Gründe:


Zum einen scheint es sich um mehrere verschiedene Gene zu handeln, die, erst wenn sie aufeinander treffen, zu einer DCM führen.

Dabei müssen nicht alle diese Gene auf einmal vorhanden sein, sondern, ersteinmal nur “genug”, damit der Hund erkrankt.


Zum anderen werden längst nicht genug Wolfshunde regelmäßig und unvoreingenommen geschallt, um eine tatsächlich stimmige Statistik zu erstellen.

Den kaum ein Wolfshund, der nicht in die Zucht geht, wird regelmäßig zum Herzschall beim Tier-Kardiologien vorgestellt. Geht ein Wolfshund in die Zucht, wird er meist nur so lange offiziell geschallt, wie er in der Zucht ist.


Meine persönliche Empfehlung ist, alle Irischen Wolfshunde prophylaktisch einmal jährlich bei einem Tierarzt schallen zu lassen, der sich auf Tier-Kardiologie spezialisiert hat.


Eine Liste dieser Tierärzte ist hier zu finden. 

Informationen zu Herzerkrankungen, deren Diagnostik und Management habe ich auf meiner Praxiswebsite zusammengetragen.